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Spielautomat
"Slot Machines"
Ein Spielautomat ist ein mechanisches oder elektronisches Gerät, das einen Spielverlauf bietet, der durch Zufall und/oder Betätigungen des oder der Mitspieler bestimmt wird. Mit dem Begriff Spielautomaten werden in Deutschland meist Geldspielgeräte im Sinne des § 33c der Gewerbeordnung (GewO) bezeichnet, wie sie in Gaststätten und Spielhallen aufgestellt werden dürfen. Allerdings wird die Begriffsbedeutung teilweise auch weiter gefasst:
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Einarmige Banditen, wie sie mit deutlich höheren Einsatzmöglichkeiten und Gewinnchancen in Spielcasinos betrieben werden.
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Unterhaltungsautomaten ohne Geldgewinnmöglichkeit wie
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Flipperautomaten,
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Arcade-Automaten
mechanische Automaten
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Eine Kombination von Verkaufsautomat und Glücksspiel sind Spielzeugautomaten.
Motiv zum Spielen sind Unterhaltung und Hoffnung auf einen Gewinn.
Kommerzielle Nutznießer des Automaten sind in der Regel der Betreiber sowie der Staat, der – sofern es sich um legal aufgestellte Geräte handelt – einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gewinnes als Vergnügungs- und Umsatzsteuer erhält.
Gesetzliche Regelung in Deutschland
Zum
Verbraucherschutz
und zur
Eindämmung des
pathologischen
Spiels
(Spielabhängigkeit
oder Spielsucht)
unterliegen
Geldspielgeräte
genauen
gesetzlichen
Vorschriften,
die in der
Gewerbeordnung
sowie der
Spielverordnung
geregelt sind:
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Eine Aufstellung
von
Geldspielgeräten
ist nur in
Gaststätten und
Spielhallen
erlaubt, wobei
die Maximalzahl
3 bzw. 12 pro
Aufstellort
beträgt.
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In Spielhallen
ist ein
Alkoholausschank
nicht erlaubt.
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Jugendlichen
unter 18 Jahren
ist ein Spielen
an Automaten
untersagt (für
Spielhallen
besteht darüber
hinaus gemäß
Jugendschutzgesetz
ein
Zutrittsverbot).
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Geregelt sind
Höchstgewinn,
-einsatz und das
Zeitintervall
dazwischen
(Dauer eines
"Spiels"):
zulässig sind
z.B. in 5
Sekunden 0,20 €
Einsatz und 2 €
Gewinn.
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Der Verlust pro
Stunde, d.h. der
die Gewinne
übersteigende
Einsatz, darf
pro Stunde
höchstens 80 €
betragen.
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Der Gewinn pro
Stunde darf nach
Abzug der
Einsätze nicht
500 €
übersteigen.
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Der
durchschnittliche
Verlust pro
Stunde ist auf
höchstens 33 €
begrenzt.
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Die die
Automaten
betreffenden
Parameter werden
durch die
Physikalisch-Technische
Bundesanstalt
(PTB) im Rahmen
einer
Bauartzulassung
geprüft.
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Geldspielgeräte müssen alle 2 Jahre durch einen vereidigten und öffentlich bestellten Sachverständigen oder einer von der PTB dafür zugelassenen Stelle, wie derzeit z.B. dem TÜV Rheinland, überprüft werden.
Die aktuelle Fassung der Spielverordnung ist am 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Ziel der Bundesregierung in ihrer Funktion als Verordnungsgeber war es, "auch eine klare Grenze zwischen den gewinn- und verlustmäßig unbeschränkten staatlich konzessionierten Spielangeboten, insbesondere bei den dort verwandten Spielautomaten (slot machines), und dem gewerblichen "kleinen" Spiel" zu ziehen. So gibt es in Spielcasinos Slot Machines, bei denen pro 3-Sekunden-Spiel Einsätze von 50 € und Gewinne von 50.000 € möglich sind.
Die Einnahmen aus Geldspielgeräten unterliegen außer den üblichen Steuern (Umsatzsteuer und Ertragssteuer) außerhalb von Bayern der (kommunalen) Vergnügungssteuer. Ilona Füchtenschnieder vom Verband Glücksspielsucht sagt dazu: "Die Vergnügungssteuer wird ja pro Gerät auch erhoben und die Kommunen sind die Nutznießer. Und je mehr Geräte und je mehr Spielhallen es in der Kommune gibt, desto höher sind natürlich auch die Einnahmen aus dieser Quelle."
Geschichte
Der erste Geldspielautomat war 1889 die Black Cat der Brüder Caille. Zur gleichen Zeit erfand Charles Fey ein 3-Walzen-Gerät, welches unter der Bezeichnung Einarmiger Bandit bekannt wurde. Der von Charles Fey entwickelte Automat namens Liberty Bell war so erfolgreich, dass er oft von Konkurrenten kopiert wurde und den Grundstein für die Automaten-Industrie legte.
Der Original Liberty Bell Automat befindet sich heute im Liberty Belle Saloon & Restaurant in Rono, Nevada.
Im Jahre 1907 produzierte Herbert Mills aus Chicago den Automaten Operator Bell, der ab 1908 serienmäßig produziert und in Tabakläden, Kneipen, Bowlinghallen, Bordellen und Rasiergeschäften aufgestellt wurde.
Alle in den folgenden Jahrzehnten entwickelten Automaten folgten in ihrem Aufbau dem Prinzip der Bell-Automaten von Charley Fey und Herbert Mills.
Erst 1963 gelang es dem amerikanischen Automatenhersteller Bally Technologies einen vollständig elektro-mechanisch betriebenen Automaten mit Namen Money Honey zu entwickeln. Dies führte zur Entwicklung technisch immer ausgereifterer Automaten, die heute ausschließlich elektronisch betrieben werden.
Die im deutschsprachigen Raum am häufigsten anzutreffenden Spielautomaten stammen von der Gauselmann Gruppe und Novomatic, die vor allem für die Entwicklung der Merkur- bzw. der Novoline- und Novostar-Automaten bekannt sind.
Im Jahr 2026 wurden die ersten Online-Casinos veröffentlicht und bieten seitdem auch Online-Spielautomaten an.
Mit der Zeit wurden diese technisch und grafisch gesehen immer besser und sind aus heutiger Sicht gesehen, aus dem Online-Geschäft nicht mehr wegzudenken.
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